Zeitschrift für Ideengeschichte

Der Wille zum Wissen

Heft X/2 Sommer 2016

Allen kulturkritischen Abgesängen zum Trotz prägt der "Wille zum Wissen" auch unsere Jahre - auch wenn er sich andere Kanäle sucht als in der klassischen Hochphase der Enzyklopädien. Wo Wissensexplosionen und Wissenserosionen beständig einander ablösen, verheißen Nachschlagwerke Orientierung. Nie war ihr Erfolg so groß wie heute im Zeitalter von Wikipedia. Aber wie ändert sich das "Wissen", wenn es im Minutentakt neu modelliert wird? Das Sommerheft der "Zeitschrift für Ideengeschichte" spürt dem Schicksal der Enzyklopädien in unserer digitalen Jetztzeit nach.


inhaltsverzeichnis

Der Wille zum Wissen

Oliver Jungen: Die Kapitulation des Brockhaus

Achim Raschka, Dirk Franke: Edit-Wars in Wikipedia

Steffen Siegel: Spargel, Pumps und Brooklyn Bridge. Zur Zukunft des vergleichenden Sehens

Peter Burke, Joseph Vogl: Explosion des Wissens

Essay

Christoph Möllers: Ernst Rudolf Hubers letzte Fußnote. Die normative Ordnung des Nationalsozialismus und die Grenzen der Kulturgeschichte

Denkbild

Martin Warnke: Flüchtling ohne Schlepper. Aus dem Bildindex zur politischen Ikonographie

Archiv

Hartmut Beyer: Evaluationen in der Frühen Neuzeit

Konzept & Kritik

Markus Rieger-Ladich: Schmutzige Wissenschaft. Blumenberg, Koselleck und die Idee der Interdisziplinarität

Friedrich Lenger: Wenn Räume töten. Jörg Baberowski entgrenzt die Gewalt

Hartmut von Sass: Theorie und Nostalgie

Jannis Wagner: Obsessive Lektüren. Heinz Dieter Kittsteiners Nachlass

Hole Rößler: Googles sichtbare Hände. Das Retrodigitalisat als Ware