Zum Auftakt

von  Katharina Wiedemann

6. Februar

Es ist wieder Zeit für die Köpfe und Ideen des neuen Fellowjahrgangs. Wie schon im letzten Jahr schicken wir Ihnen die einzelnen Artikel in den kommenden Monaten vorab auf elektronischem Wege zu. Mittlerweile zum zehnten Mal wird das gedruckte Heft wie gewohnt im Frühsommer erscheinen. 

Den Auftakt macht ein Text zur Schwerpunktgruppe "Tibetische Genealogien", der sich mit dem vielfältigen Thema und der Geistesvielfalt ihrer Mitglieder befasst – einem Religionswissenschaftler aus Lhasa, einem Tibetologen aus Peking und einem Sozialanthropologen aus Wien. Verfasst hat den Beitrag Michael Oppitz, ein früherer Fellow und selbst Experte in tibetischen Hochgebirgs- und zentralasiatischen Geisteslandschaften.

Sie finden Die Vermessung Tibets im Grunewald in zwei Sprachen, ergänzt durch einen Ausblick auf die kommenden Beiträge und versehen mit weiterführenden Links zu Fellows und Geschehnissen am Kolleg.

Herzliche Grüße aus dem märkischen Flachland!

 


18. März

Wenn es im Wissenschaftskolleg "beselt", muss es sich um einen Beobachtung Sibylle Lewitscharoffs handeln. Sie ist dieses Jahr writer in residence im Kolleg und hat ihren ganz eigenen Blick auf die Vorgänge und Mechanismen um sie herum geworfen. Viel Vergnügen bei der Lektüre und

herzliche Grüße!


15. April

Der Zürcher Evolutionsbiologe Paul Schmid-Hempel war im akademischen Jahr 2006/2007 Fellow des Wissenschaftskollegs und wurde im Jahr darauf zum Permanent Fellow berufen. Seither berät er den Rektor und den Wissenschaftlichen Beirat vor allem, aber bei Weitem nicht ausschließlich, in Fragen der Biologie und der Life Sciences. Das Gespräch mit dem Wissenschaftsautor Stefan Klein gibt einen Einblick in Paul Schmid-Hempels Forschungen: Sie betreffen die bisweilen unheimlich anmutende Parallelwelt der Parasiten und ihren Einfluss auf uns. Ein Einfluss, der selbst vor unserem Handeln nicht haltmacht!

Mit herzlichem Gruß!


6. Mai

Michel Chion ist Tonforscher, Filmwissenschaftler und Komponist. Er schreibt über Stanley Kubrick und Jacques Tati, schafft Stücke, die der musique concrète zuzuordnen sind und kommt, wie in diesem Portrait sichtbar wird, bei allem doch immer wieder auf das Verhältnis von Ton, Stimme und Bild, von Geräuschen und ihrer Umgebung zurück.
Die Literaturkritikerin Ina Hartwig hat diesen ungewöhnlichen Denker getroffen und genau hingehört.


2. Juni

Die Junipost bringt Ihnen Sianne Ngai, Professorin für Literaturwissenschaften an der Stanford University, ins Haus. Sie beschäftigt sich mit zeitgenössischen ästhetischen Kategorien, hat in diesem Zusammenhang zu Begriffen wie „cute und „zany“ gearbeitet und während ihrer Fellowship am Wissenschaftskolleg das Phänomen des Gimmicks ins Visier genommen. Hans-Joachim Neubauer hat sich mit ihr an einschlägigem Ort – der Mall of Berlin - über ihre Arbeit unterhalten.


15. Juli

Mit diesem letzten Portrait unseres Fellows David Halperin verabschieden wir uns aus dem Fellowjahr 2014/2015. Seine Bücher zur Begriffsgeschichte und Geschichte der Homosexualität zeigen, dass seine Wurzeln in der Gräzistik zu finden sind. Heute ist er einer der prominentesten Vertreter der gender studies und es ist ihm ein Anliegen, den Begriff des Eros von der Konzentration auf die Sexualität, die die Moderne mit sich brachte, zu befreien. Die Berliner Journalistin Jutta Person hat seinen feinen Begriffsdistinktionen nachgespürt.

Fotos:© Maurice Weiss