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Netzwerk befreundeter Institute

Im Folgenden finden Sie Informationen zu einzelnen Partnern des Netzwerkes. Die Überschriften führen zu deren jeweiligen Websites. 

New Europe College Bukarest
Mit dem New Europe Prize (vergeben von Some Institutes for Advanced Study) als Startkapital gründete 1994 der Philosoph und Kunsthistoriker Andrei Plesu nach seinem Fellow-Aufenthalt in Berlin das New Europe College (NEC) in Bukarest, ein erstes unabhängiges Institute for Advanced Study in Rumänien. Jahrelang unterdrückte oder marginalisierte Ansätze sollten damit die Möglichkeit zur Entfaltung erhalten und ein Freiraum geschaffen werden für innovatives Denken und Forschen; vornehmstes Ziel war die Bildung einer neuen wissenschaftlichen Elite für das Land. Seither hat sich das NEC zu einer einflussreichen internationalen Institution zur Förderung innovativer Forschung in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften entwickelt. Es zeichnet herausragende jüngere Akademikerinnen und Akademiker mit ein- oder zweisemestrigen Fellowships aus und unterstützt sie in ihrer Arbeit. Es stiftet Kontakte zwischen Wissenschaftlern aus der ganzen Welt, stimuliert Anregung und Austausch zwischen verschiedenen Forschungstraditionen und Disziplinen, regt Vernetzung und die Erneuerung von Lehre und Forschung insbesondere im rumänischen akademischen System an. Ein Fokus der Aktivitäten und Programme des NEC liegt auf den Regionen jenseits der südöstlichen Grenzen Rumäniens: den Anrainern des Schwarzen Meeres und dem Balkan.

Centre for Advanced Study Sofia
Das Centre for Advanced Study (CAS), ein unabhängiges Forschungszentrum in der bulgarischen Hauptstadt, wurde im Jahr 2000 mit Hilfe auswärtiger Stiftungen und Staaten gegründet. Direktorin ist die Historikerin Diana Mishkova (Fellow des Wissenschaftskollegs 1998/1999), die von Kollegen (academic associates) aus der  Ökonomie, der Philosophie und der Rechts- und Politikwissenschaft unterstützt wird.
Das CAS fördert exzellente Forschung und wissenschaftliche Kooperation vor allem in den historischen Wissenschaften in Bulgarien und weit darüber hinaus, indem es jüngeren talentierten Wissenschaftlern im Rahmen von mehrjährigen Forschungsprojekten Stipendien und Gelegenheit zu gemeinsamer wissenschaftlicher Arbeit unter der Leitung ausgewählter senior scholars bietet. Mit regelmäßigen Veranstaltungsserien, Diskussionsforen und verschiedenen Online-Portalen bildet das CAS eine Plattform für die geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung in Bulgarien und Südosteuropa und vermittelt vielfältige Kontakte in die Region. Seit einigen Jahren bietet das CAS auch Fellowships von variabler Dauer an für Wissenschaftler aus dem In- und Ausland.

Bibliotheca Classica, Sankt Petersburg
In Sankt Petersburg rief der Altphilologe und frühere Fellow Alexander Gavrilov (1996/1997) 1994 mit Hilfe des New Europe Prize die Bibliotheca Classica ins Leben, die räumlich und personell eng mit dem dortigen Humanistischen Gymnasium verbunden ist.
Diese Präsenzbibliothek versammelt jüngere Altertumswissenschaftler der Stadt zu gemeinsamen Seminaren und Forschungsarbeiten, sie gibt zwei Fachzeitschriften heraus und organisiert die Kooperation mit ausländischen Partnerinstitutionen. Mit ihren Aktivitäten leistet sie einen Beitrag zur Entwicklung und Stärkung der altertumswissenschaftlichen Studien und der Philologie in Russland.

Point Sud. Muscler le savoir local - Forschungszentrum lokales Wissen in Bamako
In Bamako/Mali hat das Wissenschaftskolleg mit Hilfe der VolkswagenStiftung und in Kooperation mit der Universität Bayreuth seinen früheren Fellow, den malischen Ethnologen und Historiker Mamadou Diawara (1994/1995) beim Aufbau des Forschungszentrums "Point Sud. Muscler le savoir local" unterstützt. Ziel dieses Zentrums, das im Oktober 1997 seine Arbeit aufgenommen hat, ist die Erforschung von lokalen Wissenstraditionen in Westafrika in ihrem Verhältnis zu Entwicklungsprojekten. Ausgangspunkt ist die Erfahrung, dass Entwicklungsprojekte die Perspektive der bäuerlichen Bevölkerung berücksichtigen müssen, insbesondere die Art und Weise, wie neues Wissen und neue Technologien in den Horizont der eigenen Traditionen übersetzt werden. Point Sud organisiert Forschungsseminare und internationale Kolloquien, auch in Kooperation mit Schwesterinstitutionen in afrikanischen Nachbarländern. Point Sud will nicht nur die wissenschaftliche Kommunikation zwischen westlichen Industrie- und afrikanischen Ländern ("Nord-Sud"), sondern auch zwischen diesen selber ("Sud-Sud") anregen. Nach einer Anschubfinanzierung durch die VolkswagenStiftung wird Point Sud seit einigen Jahren durch die Universität Frankfurt, das Land Hessen und die GTZ finanziert.

Institut d'Etudes Avancées (IEA) de Nantes
2009 wurde in der westfranzösischen Metropole das Institut d'Etudes Avancées de Nantes eröffnet. Das Institut wurde unter der Federführung von Alain Supiot, im akademischen Jahr 1997/1998 Fellow am Wissenschaftskolleg, aufgebaut und beherbergt jährlich rund 20 Fellows, die während ihres Aufenthaltes an ihren selbstgewählten Forschungsvorhaben arbeiten.
Die Besonderheit des IEA de Nantes besteht in seiner expliziten Hinwendung zu Regionen, die im anglophon dominierten wissenschaftlichen Austausch sonst eher unberücksichtigt bleiben (Afrika, Südostasien, Lateinamerika u.a.). Das Institut hat sich zumZiel gesetzt, jedes Jahr eine Hälfte seiner Fellows aus nicht-westlichen Ländern zu berufen, um Dialog und gegenseitige Kenntnis zu fördern, Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Wahrnehmung und Lösung von Problemen im Kontext der Globalisierung zusammen zu diskutieren. Damit möchte das IEA Nantes zu einem neuen Stil der intellektuellen Beziehungen zwischen den Ländern des Nordens und des Südens beitragen und zu einem Ort des gemeinsamen und gegenseitigen Lernens werden.
Seit Sommer 2015 ist das IEA Nantes Mitglied im Verbund Some institutes for Advanced Study (SIAS)

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