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Insbesondere anhand von Beispielen mit Bezug zur "anderen Hälfte" Europas werden die spannungsreichen Verhältnisse zwischen dem Transnationalen, Regionalen, Nationalen und Lokalen, werden Dynamiken des Ein- und Ausschlusses, der Unterordnung und des Aufbegehrens, der Trennung und Verbindung von Dimensionen menschlicher Existenz untersucht. Damit treten sowohl das Globale selbst wie auch dessen räumlich gebundene, soziokulturell und politisch definierte Gegenspieler und Elemente in ihrer historischen Gewordenheit, als historisch umkämpft und historisch wandelbar, hervor.
Lektüreempfehlung
Zimmermann, Susan. Prächtige Armut: Fürsorge, Kinderschutz und Sozialreform in Budapest; das "sozialpolitische Laboratorium" der Doppelmonarchie im Vergleich zu Wien 1873 - 1914. Sigmaringen: Thorbecke, 1997.
-. Die bessere Hälfte? Frauenbewegungen und Frauenbestrebungen im Ungarn der Habsburgermonarchie 1848 bis 1918. Wien: Promedia-Verl.; Budapest: Napvilág K., 1999.
-. "Sozialpolitik in der Peripherie. Zugänge und Entwicklungen in globaler Sicht." In Sozialpolitik in der Peripherie: Entwicklungsmuster und Wandel in Lateinamerika, Afrika, Asien und Osteuropa, herausgegeben von Johannes Jäger. Frankfurt a.M.: Brandes und Apsel [u.a.], 2001: 9-36.
2002/2003
Susan Zimmermann, Dr. phil.
Professorin der Geschichte
Central European University, Budapest
Geboren 1960 in Tübingen
Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Johannes-Kepler-
Universität Linz und der Universität Wien
Arbeitsvorhaben
Historisierung des Globalen und Globalisierung örtlich gebundener Geschichte
Das Studienvorhaben untersucht örtlich gebundene Geschichte als konstitutives Element und Ergebnis globaler Homogenisierungstendenzen, globaler Differenzierungen und Hierarchien und lokalisierter Dynamiken sozialen und kulturellen Wandels. Es zielt darauf ab, einen konzeptuellen Rahmen zu entwickeln, in dem es möglich wird, lokale, nationale und regionale Geschichte in den geographischen und soziokulturellen Zentren und Peripherien der Weltgesellschaft in ihrer ganzen Partikularität und zeiträumlichen Gebundenheit als Teil einer ebenso wandelbaren wie unteilbaren Globalität zu begreifen. An die Stelle kulturalistischer Paradigmen der Konstruktion des "Anderen" tritt ein systematisch inklusiv und integrativ angelegter Blick auf in diesem Sinne global-lokal zu bestimmende Dynamiken von Geschichte.Insbesondere anhand von Beispielen mit Bezug zur "anderen Hälfte" Europas werden die spannungsreichen Verhältnisse zwischen dem Transnationalen, Regionalen, Nationalen und Lokalen, werden Dynamiken des Ein- und Ausschlusses, der Unterordnung und des Aufbegehrens, der Trennung und Verbindung von Dimensionen menschlicher Existenz untersucht. Damit treten sowohl das Globale selbst wie auch dessen räumlich gebundene, soziokulturell und politisch definierte Gegenspieler und Elemente in ihrer historischen Gewordenheit, als historisch umkämpft und historisch wandelbar, hervor.
Lektüreempfehlung
Zimmermann, Susan. Prächtige Armut: Fürsorge, Kinderschutz und Sozialreform in Budapest; das "sozialpolitische Laboratorium" der Doppelmonarchie im Vergleich zu Wien 1873 - 1914. Sigmaringen: Thorbecke, 1997.
-. Die bessere Hälfte? Frauenbewegungen und Frauenbestrebungen im Ungarn der Habsburgermonarchie 1848 bis 1918. Wien: Promedia-Verl.; Budapest: Napvilág K., 1999.
-. "Sozialpolitik in der Peripherie. Zugänge und Entwicklungen in globaler Sicht." In Sozialpolitik in der Peripherie: Entwicklungsmuster und Wandel in Lateinamerika, Afrika, Asien und Osteuropa, herausgegeben von Johannes Jäger. Frankfurt a.M.: Brandes und Apsel [u.a.], 2001: 9-36.