Abendkolloquium

Mittwoch, 13.03.2019
19:00–22:00 Uhr
Wissenschaftskolleg zu Berlin


Traumata und neue Subjektivität

Andreas Maercker | Ute Frevert

Seit den 1980er-Jahren ist der Begriff des Traumas omnipräsent und die Psychotraumatologie prosperiert. Gleichzeitig entwickelt sich eine historisch neue Subjektivität, die sich durch die Betonung von Introspektion, Selbsterfahrung, Betroffenheit und das Offenlegen von Verwundungen auszeichnet. Diese Koinzidenz legt es nahe, die psychologische Traumaforschung kritisch zu befragen. Ist die Metapher der Wunde, die der Traumabegriff impliziert, eher günstig oder hinderlich? Für welche Konstellationen sollte der Begriff reserviert bleiben? Was geschieht, wenn sich seine Bedeutungshöfe ausweiten? Der Klinische Psychologe Andreas Maercker und die Historikerin Ute Frevert kommen darüber ins Gespräch.



2018/2019

Andreas Maercker

Professor für Psychopathologie und Klinische Intervention

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2004/2005

Ute Frevert

Professorin der Geschichte

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