Blankensee-Colloquien

Die Blankensee-Colloquien sind internationale Tagungen zu einer innovativen Fragestellung aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften. Unter dem thematischen Dach "Kultureller und Sozialer Wandel" geht es um die Erforschung gesellschaftlicher und kultureller Wandlungsprozesse unserer Zeit. Dabei sind die Verknüpfung unterschiedlicher disziplinärer und methodischer Zugänge sowie eine vergleichende Perspektive, aus der solche Wandlungsprozesse auch im Lichte historisch ferner und kulturell fremder Erfahrungen betrachtet werden, willkommen.

Mit den Blankensee-Colloquien sollen jüngere Wissenschaftler im Berliner Raum gefördert und zugleich besonders interessante Fragestellungen bearbeitet werden. Jüngere Wissenschaftler, die am Anfang ihrer Karriere stehen, erhalten die Möglichkeit, sich und ihre Arbeit im Rahmen einer internationalen Konferenz und in einem Kreis von einschlägigen Fachkollegen aus dem In- und Ausland zu profilieren. Bevorzugt werden Forschungen zu neuartigen Fragestellungen. Der thematische Rahmen des Programms "Kultureller und Sozialer Wandel" ist dementsprechend bewusst weit gesteckt. Er ist als eine Einladung zu verstehen, Fragestellungen in den Blick zu nehmen, die nicht im Zentrum der jeweiligen Disziplin oder der üblichen Arbeit stehen. Die Blankensee-Colloquien wollen einen Raum bieten, neuartige, experimentelle Forschungsinteressen zur Diskussion zu stellen und für ihre Akzeptanz zu werben.

Zu diesem Zweck werden die Blankensee-Colloquien in der Regel jährlich als Ideenwettbewerb "Kultureller und Sozialer Wandel" ausgeschrieben. Der Wettbewerb richtet sich an promovierte, habilitierte und neuberufene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Region. Interessierte sind eingeladen, sich mit einer Ideenskizze zu bewerben. Zu den Colloquien werden Vertreter von Berliner und Brandenburger Wissenschaftseinrichtungen und Beobachter aus Forschungsförderungsorganisationen eingeladen. 

Das Programm wird von den Präsidenten und Rektoren der folgenden Institutionen gemeinsam verantwortet:  

  • Freie Universität Berlin
  • Humboldt-Universität zu Berlin 
  • Technische Universität Berlin 
  • Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin (BBAW) 
  • Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) 
  • Wissenschaftskolleg zu Berlin

Im Rahmen der letzten Ausschreibungsrunde im Dezember 2016 wurden zwei weitere Vorschläge für Blankensee-Colloquien bewilligt:

- Wild Publics: Language in public space under the conditions of late modernity, vorgeschlagen von Dr. Theresa Heyd und Dr. Britta Schneider (beide Institut für Englische Philologie, Freie Universität Berlin) soll vom 22. bis 25. März 2018 an der Freien Universität Berlin stattfinden. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Colloquiums.

- Weiblicher Rückzug: Praktiken und Codierungen solitärer Produktivität,vorgeschlagen von Jun.-Prof. Dr. Xenia von Tippelskirch (Institut für Geschichtswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin), Jun.- Prof. Dr. Beatrice Trînca (Institut für Religionswissenschaft, Freie Universität Berlin), Dr. Jenny Haase (Institut für Romanistik, Humboldt-Universität zu Berlin)

Die nächste Ausschreibung findet voraussichtlich im Oktober 2018 statt.

Bisherige Blankensee-Colloquien:

  1. "Emergent Forms of Life. Towards a Social and Cultural Anthropology of Life Sciences", 11. - 13. Dezember 2003, organisiert von Dr. Stefan Beck und Dr. Michi Knecht
     
  2. "Der Begriff des Politischen in Europa", 11. - 13. Mai 2004, organisiert von Professor Dr. Ulrich Haltern, LL.M.
     
  3. "The Future of Intervention: Intervention, Legitimacy and the Reconstruction of Statehood", 16. - 18. Juli 2004, organisiert von Dr. habil. Christoph Zuercher und Dr. Kristof Gosztonyi
     
  4. "Language Evolution - Cognitive and Cultural Factors", 14. - 17. Juli 2005, organisiert von Dr. habil. Regine Eckardt, Dr. habil. Gerhard Jäger und Dr. Tonjes Veenstra
     
  5. "Public and Private Resource Governance: Mutations and Transformations of a Grand Dichotomy", 13. - 15 Januar 2006, organisiert von Dr. Thomas Sikor, Professor Dr. Eva Barlösius, Dr. Waltina Scheumann und Dr. habil. Susanne Still-Kleemann
     
  6. "Simulation als Kulturtechnik. Forschung zum Wandel des mathematischen Blicks der Wissenschaft auf die Welt und seine kulturellen und sozialen Folgen für die Gesellschaft", 20. - 22. September 2007, organisiert von Dr. Gabriele Gramelsberger
     
  7. "Organisierte Kriminalität als Konstrukt, gesellschaftliche Herausforderung und Forschungsgegenstand", 27. Februar - 3. März 2008, organisiert von Dr. Klaus von Lampe
     
  8. "Bridging the Gap Between Economics and Area Studies", 8. bis 10. Juli 2009, organisiert von Professor Barbara Fritz (FU Berlin), Professor Carsten Herrmann Pillath (Universität Witten/Herdecke) und Dr. Stephan Panther (Universität Flensburg)
     
  9. "Hearing Modern History, Auditory Cultures in the 19th and 20th Century", 17. - 19. Juni, organisiert von Dr. Daniel Morat, FU Berlin
     
  10. "Neighborhood Technologies. Media  and Mathematics of Dynamic Networks", 30.08. - 01.09.12, organisiert von Dr. Sebastian Vehlken, Lüneburg, und Dr. Tobias Harks, Maastricht
     
  11. "Verfassung und Verteilung", 31. Mai bis 2. Juni 2013 organisiert von Professor Anna Bettina Kaiser (Humboldt-Universität zu Berlin), Professor Sigrid Boysen (Freie Universität Berlin), and Dr. Florian Meinel (Humboldt-Universität zu Berlin)
     
  12. "Unfolding the 'Muslim Question'. Towards a genealogy of religious freedom and the minority question in Western European nation states", 19. bis 21. Juni 2014, organisiert von Shirin Amir Moazami (Freie Universität Berlin) und Nadia Fadil (Leuven).
     
  13. "Nudge versus Educate: Comparing two Approaches to Policy in Terms of their Modeling Strategies", 3. - 6. Juni 2014, organisiert von Konstantinos Katsikopoulos (MPI für Bildungsforschung), Niklas Keller (Charité Berlin) und Till Grüne Yanoff (Stockholm).
     
  14. "From Phantom Maps to Real Boundaries. Comparison of the post-soviet and the post-yugoslav context", 10. - 11. März 2016, organisiert von Dr. Sabine von Löwis (Centre Marc Bloch) und Dr. Nenad Stefanov (Humboldt-Universität)
     
  15. "Antiakademismus", 16. - 18. März 2017, organisiert von Dr. Hannah Engelmeier (Goethe-Universität Frankfurt am Main) und Dr. Philipp Felsch (Humboldt-Universität zu Berlin).