Ausschreibung Blankensee-Colloquien Kultureller und sozialer Wandel

Bewerbungsschluss 8. Oktober 2017

Mit der vorliegenden Ausschreibung werden jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und Brandenburg eingeladen, einen Antrag für die Ausrichtung eines Blankensee-Colloquiums zu stellen. Die Blankensee-Colloquien sind kleine internationale Tagungen oder Workshops mit etwa 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu einer innovativen Fragestellung aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften. Der Gegenstand der Tagung sollte dem thematischen Rahmen des Programms – der Erforschung gesellschaftlicher und kultureller Wandlungsprozesse unserer Zeit – Rechnung tragen. Dabei ist die Verknüpfung unterschiedlicher disziplinärer und methodischer Zugänge ebenso willkommen wie eine vergleichende Perspektive, aus der solche Wandlungsprozesse auch im Lichte historisch ferner und kulturell fremder Erfahrungen betrachtet werden. Der thematische Rahmen des Programms – Kultureller und Sozialer Wandel – ist bewusst weit gesteckt. Er ist auch als eine Einladung zu verstehen, Fragestellungen in den Blick zu nehmen, die nicht im Zentrum der jeweiligen Disziplin oder der üblichen Arbeit stehen und deshalb unter dem Gesichtspunkt der Karriereentwicklung riskant erscheinen mögen. Die Blankensee-Colloquien wollen einen Raum bieten, neuartige, experimentelle Forschungsfragen zur Diskussion zu stellen und für ihre Akzeptanz zu werben.

Die Ausschreibung richtet sich an Promovierte, Habilitierte, Juniorprofessorinnen und -professoren, Nachwuchsgruppenleiterinnen und -leiter oder Neuberufene aus Berlin-Brandenburg. Bitte beachten Sie dass mindestens ein Antragsteller / mindestens eine Antragstellerin eine Anbindung an eine wissenschaftliche Einrichtung in Berlin haben muss. Interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die am Anfang ihrer Karriere stehen, sollen die Möglichkeit erhalten, sich und ihre Arbeit im Rahmen eines Blankensee-Colloquiums einem Kreis von Fachkolleginnen und -kollegen aus dem In- und Ausland vorzustellen. Sie sollen die Tagung nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten und durchführen, sowohl im Hinblick auf die thematische Ausrichtung als auch auf das Format und die Wahl der Teilnehmenden. Die Colloquien bieten die Chance, die eigenen Netzwerke zu erweitern und Kontakte zu einschlägigen Fachkolleginnen und -kollegen herzustellen bzw. zu vertiefen. Sie eröffnen mitunter auch die Möglichkeit, ausgewählte Beiträge zu veröffentlichen, was zur Sichtbarkeit des spezifischen Forschungsansatzes beiträgt.

Zum Verfahren:

Interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – Einzelpersonen oder kleine Teams von bis zu drei Personen – reichen einen Antrag (3 bis 5 Seiten) ein, in dem das Forschungsfeld vorgestellt und erläutert wird, wie es in einem Blankensee-Colloquium inhaltlich prä­sentiert und weiter­ent­wickelt werden soll. Bitte beachten Sie, dass Sie nur dann antragsberechtigt sind, wenn mindestens eine Antragstellerin bzw. ein am Vorschlag beteiligter Antragsteller eine Anbindung an einer Berliner Forschungseinrichtung hat. Der Antrag sollte den state of the art des vorgeschlagenen Feldes beschreiben und darlegen, welche Entwicklungen wünschenswert erscheinen. Es sollte gezeigt werden, welche Forschungspotenziale dafür in Berlin und Brandenburg vorhanden sind bzw. fehlen, und welche anderen For­scher­innen und Forscher – aus Berlin, national und international – als Gesprächs­partner einbezogen werden sollen.

Die Blankensee-Colloquien werden vom Kooperationsfonds am Wissenschaftskolleg getragen. Die Auswahl aus den eingegangenen Anträgen obliegt den Präsiden­tinnen/Präsidenten bzw. Rektoren der Freien Univer­sität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin, der Berlin Bran­den­burgischen Akademie der Wissenschaften, des Wissenschafts­zentrums Berlin für Sozial­for­schung und des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Jährlich wird ein Blankensee-Colloquium verge­ben. Das Wissen­schafts­kolleg koordiniert das Programm.

Entsprechend dem Antrag planen und organisieren die ausgewählten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Tagung selbstständig. Sie bestimmen das Programm und die Teilnehmenden. Soweit gewünscht, berät sie das Wissenschaftskolleg oder vermittelt Kontakte zu ehemaligen Fellows. Für die Tagung stehen einschließ­lich Vor- und Nach­be­reitung Mittel in Höhe von maximal € 20.000 zur Verfügung. Diese Mittel des Kooperations­fonds können für die üblichen Tagungs­kosten wie zum Beispiel Reise, Unterbringung und Verpflegung der Teil­nehmer verwendet werden. Bei Bedarf kann ein Teil auch für vorberei­tende Aktivitäten (z.B. Gespräche mit aus­wär­tigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Planungs­treffen) oder für eine Hilfskraft unmittelbar vor und während der Veran­stal­tung vorgesehen werden.

Bitte richten Sie Ihren Antrag (als eine PDF-Datei) bis spätestens 8. Oktober 2017 per E-Mail an Martin Garstecki garstecki_at_wiko-berlin.de. Der Antrag setzt sich aus der Ideenskizze (drei bis fünf Seiten) und dem Lebenslauf bzw. den Lebensläufen inklusive Publikationsverzeichnis zusammen (noch­mals bis zu fünf Seiten pro Person). Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte ebenfalls an Martin Garstecki (030/89001-212, garstecki_at_wiko-berlin.de).

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 Martin Garstecki

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